Doppelkonzert: Prisma und Tabea Debus

Prisma (Hajdu, Champollion, Sariel, Budai) und Tabea Debus  

Erbdrostenhof
Salzstraße 38
48143 Münster

Tickets ab 25,00 €
Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: GWK e.V., Fürstenbergstraße 14, 48147 Münster, Deutschland

Tickets


Veranstaltungsinfos

Prisma: Anemoi – die vier Winde

Musiker:
Franciska Anna Hajdu (Violine), Elisabeth Champollion (Blockflöte), Alon Sariel (Laute), Dávid Budai (Viola da Gamba)

Vier Temperamente, so jung wie Europa, vier Winde, so alt wie die Welt – vier ausgeprägte Charaktere, historisch informiert und künstlerisch ganz von heute. PRISMA wurde 2015 in Ambronay als „Emerging European Ensemble“ ausgezeichnet, seitdem ist das Quartett international gefragt. Sein Programm: expressiv-farbenfrohe und bizarre Musik aus dem 16. und 17. Jh. So auch in „Anemoi“. Doch außer den Stücken der „Alten“ kommen auch Improvisationen von heute zum Zug. Denn jede*r der Musiker*innen aus Deutschland, Israel und Ungarn hat einen Favoriten unter den Jahreszeiten und Winden: entweder Zefiro, den sanften Frühlings-, oder Boreas, den eisigen Nord- und Winterwind, oder aber Notos, der die Sommergewitter, oder Euros, der die herbstlichen Regengüsse bringt. In Solo-Präludien zu vier Wind-Kapiteln improvisiert jeder seinen Lieblings-anemos und führt in die Welt der barocken Meister ein. Aus ihr hinauswehn lassen sich alle gemeinsam im Sturm ihrer Medleys aus Variationen der ausdrucksvollsten Tänze des Barock.

Programm:
Hajdu: Sommer-Prélude
Uccellini: La Luciminia contenta
Fontana: Sonata settima
Canario-Medley
Sariel: Herbst-Prélude
Merula: La Cattarina
Castello: Sonata duodecima
Falconieri: Passacalle
Tarantella-Medley
Budai: Winter-Prélude
Marini: Pretirata
Turini: Sonata chromatica
Mantovana-Medley
Champollion: Frühlings-Prélude
Palestrina: Vestiva i colli
Turini: Sonata „E tanto tempo hormai“
Uccellini: Maritati insieme la Gallina e´l Cucco fanno un bel concerto
Ciaccona-Medley


Tabea Debus (Blockflöten): Fantasie per il Flauto

Gewagt und innovativ hat Georg Philipp Telemann in seinen „XII Fantasie per il Flauto senza Basso“ diverse Musikstile zu seinem persönlichen gout réuni verwoben: deutsche Kontrapunktik, italienische Sanglichkeit und Virtuosität, Tanzformen aus Frankreich und England, Elemente polnischer Volksmusik. Aus Alt mach Neu und dein eigenes Ding – damals wie heute und morgen.
Künstlerisch so vielseitig wie möglich, in der alten wie in der neuen Musik zuhaus und darin immer ganz bei sich selbst, glaubte Tabea Debus, dass Telemanns Geniestreiche noch heute inspirieren. So lud sie zwölf Komponist*innen ein, je eine von Telemanns Fantasien für Blockflöte solo zu interpretieren. Telemann zündete tatsächlich – und fünf der neuen Werke feiern bei summerwinds Deutschlandpremiere: Penman spiegelt Zitate aus Telemanns 2. Fantasie, mutiert sein Allegro in einen jazzigen Groove, wie spontan sinnt Matthews in einer Meditation über die 12. Fantasie nach und Zabel fisselt die 11. rhythmisch, tonal und klanglich aus, Gieshoff schiebt in der Mitte der Telemannschen Fantasien einen Zwischenakt ein, und Howard erinnert der Drive von Telemanns 1. Fantasie an die Weltuntergangsuhr in Chicago, die 2017 auf 21/2 Minuten vor 12 stand. Bitterer Ernst – heiteres Spiel, präsentiert von einer mitreißenden Solistin, die vielfach ausgezeichnet wurde und 2017 ihren Abschluss an der Royal Academy of Music in London „with distinction“ machte.

Programm:
Telemann: Fantasia per il Flauto senza Basso, TWV 40:3
Alastair Penman (*1988): Mirrored Linesx
Colin Matthews (*1946): Meditation after Telemann: 12. Fantasiex
Telemann: Fantasia TWV 40:13 | Fantasia Nr. 11
Frank Zabel (*1969): ...fizzling out...x
Arne Gieshoff (*1988): Entr’acte
Telemann: Alla Francese, Presto aus Fantasia TWV 40:8 | Vivace, Allegro aus Fantasia TWV 40:2
Dani Howard (*1993): Two and a half Minutes to Midnightx
x Deutschland-Premiere, Auftragskomposition 2017 der City Music Foundation für Tabea Debus

Fotonachweis:
Prisma (c) Wolfram Knelangen
Tabea Debus (c) Andreea Tufescu

Ort der Veranstaltung

Erbdrostenhof
Salzstraße 38
48143 Münster
Deutschland
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Er ist ein echtes Juwel im Stadtbild von Münster. Der Erbdrostenhof ist ein dreiflügeliges, barockes Adelspalais, das jedoch nicht nur eine beliebte Sehenswürdigkeit, sondern auch einen Veranstaltungsort für klassische Konzerte in historischem Ambiente darstellt.

Erbaut wurde das architektonische Meisterwerk von 1753 bis 1757 nach den Plänen von Johann Conrad Schlaun für den Erbdrosten der Stadt Adolf Heidenreich Freiherr von Droste zu Vischering. Heute wird das Gebäude vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe gepachtet, der hier außerdem eine Kollektion wertvoller historischer Tasteninstrumente ausstellt. Herzstück des Prachtbaus ist der prunkvolle Festsaal, der sich durch den gesamten Mittelbau über die beiden Obergeschosse erstreckt. Hier herrschen auch dank einer hervorragenden Akustik die perfekten Bedingungen für erstklassige Konzerte renommierter Ensembles.

Erleben Sie die einzigartige Faszination klassischer Musik auf allerhöchstem Niveau vor historischer Kulisse. Seien Sie zu Gast im Erbdrostenhof in Münster und lassen Sie sich verzaubern.